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Fernweh
Fernweh

Es wehen Herbstgespenster
als wildes Laub ans Fenster,
ein Eichblatt lädt mich ein,
aus grauem Land zu fliehen,
nach Süden mitzuziehen,
zur Welt im Sonnenschein.
 
Ich sprech durchs Glas dagegen:
„Ein Herbst hat Sturm und Regen,                   
es scheint mir wohlbestimmt.“
So geht auf raue Weise
das Blatt allein auf Reise,
im Sinn auf Süd getrimmt,
 
und driftet ab nach Osten,
sitzt fest am breiten Pfosten
und sieht dann voller Wonn
im neuen Sturmgeschehen
die Winde südwärts drehen
und reist im Glück davon.

Hannelore Furch

                                                                                  Illustration Stefan Gorgas



Hannelore Furch "Fernweh". Veröffentlicht in: Aus meiner Feder: Glück.

Hrsg. Marie Rossi. Elb-Verlag. Magdeburg 2014. S. 65. http://www.elbverlag.de 



Weitere Herbstgedichte von mir in:

Novemberkind - Herbstliche Kalendergedichte von Hannelore Furch.pdf